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Zutritt verboten

Mittwoch, 29. Oktober 2008 19:27

Quelle: Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Quelle: Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Vortrag zur Geschichte der Betteljuden

Zutritt verboten – Die Historikerin Dina van Fassen berichtet am 14. November 2008 um 19 Uhr im Heimathaus Salzkotten über die Geschichte der Betteljuden im frühneuzeitlichen Hochstift Paderborn.

Für die Juden im deutschen Sprachraum war der Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit eine Periode, in der sie sich immer wieder in ihrer Existenz bedroht sahen. In der Zeit vom 1350 bis 1520 wurden die Juden aus den deutschen Städten vertrieben. Durch Pogrome und organisierte Maßnahmen der Obrigkeiten sind nicht nur Tausende von Juden umgekommen, sondern es wurden damit auch seit Langem bestehende jüdische Gemeinden – mit ihrer Ausstrahlungskraft auf das jüdische Leben in ganz Europa – zerstört.

Viele der aus den deutschen Städten vertriebenen Juden gingen nach Norditalien oder Osteuropa und versuchten, sich dort niederzulassen und sich eine neue Existenz aufzubauen. Von den Verfolgungen im Zusammenhang mit den Pestwellen des 14. Jahrhunderts waren auch die Juden im Hochstift Paderborn betroffen. Erst in Mitte des 16. Jahrhunderts konnten sie sich wieder in der Region niederlassen. In der Regel duldeten Landesherr, Adel und Städte nur Juden, die eine Schutzzusage – das so genannte landesherrliche Geleit – erwirken konnten. Voraussetzung dafür war der Nachweis eines Mindestvermögens von 1.000 Reichstalern sowie ein “Führungszeugnis” der Obrigkeit und der Vorsteher der Judenschaft. Erst der Erwerb eines Geleites und die Zahlung der daran geknüpften Abgaben ermöglichte den jüdischen Familien die Niederlassung und die Berufsausübung.

Viele Juden mussten als Hausierer über Land ziehen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Begrenzte Erwerbsmöglichkeiten und hohe Abgaben führten zur Verarmung breiter Schichten. Um 1790 galten in den Städten des Hochstifts 25-72% der jüdischen Familien als verarmt, in den Dörfern war es sogar jede zweite Familie. Die Fälle mehrten sich, in denen fällige Abgaben nicht mehr aufgebracht werden konnten, was zur Landesverweisung führen konnte. Außerdem hatten die Gemeinden sowohl für verarmte und kranke Gemeindemitglieder aufzukommen, die von der Teilhabe an christlichen Wohlfahrtseinrichtungen ausgeschlossen blieben, als auch für die im 18. Jahrhundert ständig wachsende Zahl heimatloser Betteljuden.

Bürgerstiftung Salzkotten fördert Ausstellung

Montag, 1. September 2008 17:46

Salzkotten. Das Jubiläumsfest der Dreckburg und die Ausstellung zu ihrer Geschichte sindzwar schon wieder Vergangenheit, geblieben aber ist das Interesse der Heimatforscher zur Geschichte der Burg, ihrer Bewohner und in dem Zusammenhang auch über die Region.
Positive Bilanz
Gefördert wurde das gesamte Projekt von der Bürgerstiftung Salzkotten. Nun wurde von den Verantwortlichen ein erstes Resümee gezogen. Rudi Niggemeier, Vorsitzender der Bürgerstiftung ist mit den bisherigen Besucherzahlen sehr zufrieden: „Die Menschen sind offensichtlich sehr interessiert an der Burggeschichte.“ Bislang haben fast 1.000 große und kleine Besucher die Ausstellung in der alten Winkelscheune gesehen. Um es gerade für die kleinen Gäste interessant zu machen, hat der Heimatverein ein spannendes „Dreckburg-Quiz“ entwickelt. „Mit dem Quiz kann man spielend die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner erleben,“ erklärt Museumspädagogin Manuela Gieseke von Rüden.Auf 15 großen Wandtafeln ist das Leben auf der 650 Jahre bestehenden Burg zu dokumentiert. Ausstellungsexponate aus fürstlicher Zeit sowie Grabungsfunde aus dem Mitt elalter und Relikte aus dem letzten Jahrhundert runden die sehenswerte Ausstellung ab. Letztlich soll die Ausstellung aber auch zum Weiterforschen anregen.


Am 14. September, Schlusstag der Ausstellung, ist gleichzeitig auch der “Tag des offenen Denkmals”, wo ab 11 Uhr für jeweils 20 Personen halbstündig auch Führungen durch die Dreckburg stattfinden. Voranmeldungen sind hier zu empfehlen, dazu kann man das Bürgerbüro unter 05258-507-0 anrufen.
Die Ausstellung ist donnerstags und freitags von 13 bis 19 Uhr und an den Wochenenden von 11 bis 19 Uhr geöffnet.
Bildzeile
Freude über eine gelungene Ausstellung: Helmut Steines, Winfried Tunnat, Ludwig Knust, Rudi Niggemeier von der unterstützenden Bürgerstiftung, Manuela Gieseke-von Rüden, Dr. Walter Hemmen und Burgherr Erhard Christiani (v. l.), im Vordergrund Linus und Magnus, die gerade erfolgreich den Quizbogen ausfüllen.

Ausstellung zur Geschichte der Dreckburg

Freitag, 8. August 2008 16:29

Quelle: Westfälisches Volksblatt vom 8. August 2008

Als der Burgherr einst das teure Zeug verbot

Ausstellung zur Geschichte der Dreckburg eröffnet

[...]

Dreckburg gibt Geheimnis preis

Freitag, 8. August 2008 12:27

Ausstellung zur Geschichte des Bauwerks in der Winkelscheune eröffnet

VON VALERIE GERARDS

Freude über die umfangreiche Zusammenstellung (FOTO: VALERIE GERARDS)

Salzkotten. Am Mittwochabend wurden in der Winkelscheune anlässlich des 650. Geburtstag der Dreckburg die Tore für die Öffentlichkeit weit geöffnet: Bis zum 14. September wird dort eine abwechslungsreiche Ausstellung zur Geschichte der Burg und deren Bewohner gezeigt.

Der Heimatverein Salzkotten, die Stadt und Burgherr Erhard Christiani präsentieren nach zweijähriger Arbeit archäologische Funde, Zeittafeln, restaurierte Antiquitäten und Schriftstücke in den ehemaligen Stallungen der Burg.
Die Ausstellung umfasst etwa 200 Exponate, darunter die ersten Katasterkarten Salzkottens, auf der die Dreckburg eingezeichnet ist, silberne Kaffeeservices wegen des “Paderborner Kaffeelärms” im ausgehenden 18. Jahrhundert, Tafeln zur Baugeschichte und den Besitzern der Burg. [...]

Familien stärker in den Mittelpunkt rücken.

Montag, 23. Juni 2008 12:00

Quelle: Westfälisches Volksblatt, Ausgabe 144 vom 23. Juni 2008

Westfälisches Volksblatt