Beitrags-Archiv für die Kategory 'Projekte'

Wie kommt das Salz in den Salzstreuer?

Samstag, 2. Juni 2007 12:00

Ferienprogramm mit Pfiff im Heimathaus Salzkotten

Salzkotten – bei dem Namen der kleinen Stadt am Hellweg ist bis heute klar, was für die Menschen seit ihrer Gründung im Jahre 1247 immer am wichtigsten war: das Salz und seine Gewinnung. Im Rahmen des Sälzer Ferienprogramms hatte der Heimatverein Salzkotten jetzt 23 kleine und große Forscher eingeladen, mit der Museumspädagogin und Archäologin Manuela Gieseke von Rüden auf eine kleine Zeitreise zu gehen. Wie “echte” Sälzer gingen die Kinder durch die Stadt und lernten am Gradierwerk die alten Arbeitstechniken kennen. Im Heimathaus wurde dann aus dem Solewasser Salz hergestellt. Während das Solewasser kochte, vertrieben sich die Besucher die Zeit mit Salzteigbacken. “Das erste eigene Salz könnt ihr später gern probieren”, schmunzelte Manuela Gieseke von Rüden. Natürlich ließ es sich auch der Ehrenvorsitzende des Vereins, Dr. Walter Hemmen, nicht nehmen, bei der munteren Truppe vorbeizusehen – und am Modell im Heimathaus die Dorngradierung des “weißen Goldes” zu erklären.

Ein Sälzermuseum…

Das Kinderprogramm des Vereins ist bereits ein wichtiger Baustein des geplanten Sälzermuseums. Nachdem die Bauarbeiten an der alten Mädchenschule aus dem Jahr 1817 von außen abgeschlossen wurden, wartet nun die Innensanierung. “Für die Renovierung und den Austausch der alten Elektrospeicheröfen hat die Stadt Salzkotten bereits Mittel bereitgestellt,” erklärt Dr. Walter Hemmen. Diese können aber erst dann fließen, wenn auch die Gelder vom Land NRW kommen. “Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, dann geht es hier mit der Arbeit erst so richtig los.”

…zum Anfassen und Ausprobieren

Im Museumsteam kümmert sich der Ehrenvorsitzende zusammen mit Altbürgermeister Konrad Rump, dem Architekten Andreas Breithaupt und der Historikerin Marianne Witt-Stuhr um das neue Sälzermuseum. ” Schon jetzt führen wir in jedem Jahr zahlreiche Gruppen durch die Stadt,” berichtet Dr. Walter Hemmen. Daher benötigt das geplante Museum noch weitere historische Exponate, die oft noch im Verborgenen schlummern. “Jede Leihgabe zur Salzgeschichte bereichert die Ausstellung – das freut nicht nur den Heimatverein, sondern auch alle großen und kleinen Besucher.”

Bildzeilen: Ferienprogramm mit Pfiff: Dr. Walter Hemmen (hinten links) und Manuela Gieseke von Rüden betreuten die kleinen Sälzer Christopher Broccuci, Johanna, Sophie und Isabell Lienbröker, Marie Tezlaff, Raphael und Sebastian Wiesel, Patrick Suerland, Fabian Pahlsmeyer, Nina Drabon, Kim-Yana Linke, Viktoria Sievers, Loreen Gausemeier, Emmie und Nick Urban, Katharina und Tobias Nickisch, Pascal Rechert, Celina Kissing, Kai Kriener, Johanna und Max Witt sowie Julian Niggemeier im Heimathaus Salzkotten.

Grabungen

Montag, 26. Juni 2006 17:39

Zeitreise an der B1

Eine frühgeschichtliche Handwerkersiedlung an der Dreckburg

In der Nähe des alten Hellweges, der heutigen B1, leben und arbeiten Menschen seit vielen Jahrhunderten. Im Neubaugebiet bei der Dreckburg legte das Grabungsteam von Dr. Andreas Haasis-Berner und Thomas Pogarell (Museum für Archäologie, Fachreferat Mittelalter) seit Mai 2001 Siedlungen frei, die von der Eisenzeit (um 700 vor Christus) bis in das Frühmittelalter um 800 nach Christus bewohnt waren. [...]