Adventstour nach Bad Salzuflen

Fahrt zum Weihnachtstraum nach Bad Salzuflen

salzuflenAuch in diesem Jahr fährt der Heimatverein Salzkotten wieder auf eine adventliche Reise durch die Region. Diesmal geht es am 9. Dezember zum Weihnachtstraum in die alte Salzstadt Bad Salzuflen. Bis heute kann man hier prächtige Fachwerk- und Steinhäuser aus der Renaissance besichtigen. In den gemütlichen kleinen Altstadtgassen lockt zudem der Weihnachtsmarkt: Der Bad Salzufler Weihnachtstraum verdient seinen Namen und verwandelt die westfälische Kurstadt in eine romantische Weihnachtstadt. Im großen Krippenhaus auf dem Salzhof präsentieren sich Kunsthandwerker und Händler mit ihren besonderen Angeboten. Hier kann man zudem am lodernden Kaminfeuer gemütlich beim Becher Apfelpunsch verweilen. Blickfang und Treffpunkt zugleich ist die 12 m hohe Weihnachtspyramide mit Ausschank auf dem Salzhof. Das rustikale Hüttenensemble der „Feuerzangenbowle“ lädt am Schliepsteiner Tor zur gemütlichen Runde ein. Über 200 Geschäfte, Restaurants und Cafés in der festlich illuminierten Altstadt laden zudem zum Weihnachtseinkauf ein.

Geschichte:

Salzuflen gehört zu den ältesten Salzgewinnungsstätten im deutschsprachigen Raum. Zwischen 1036 und 1051 schenkte der Paderborner Bischof Rotho dem Kloster Abdinghof eine Salzstätte in Uflen („locum salis in Uflon“). Dort, wo der heutige Salzhof liegt, westlich der „Salze“, befand sich die Saline. Unter der Herrschaft der Grafen von Sternberg (1226 bis 1377) entstand östlich des Flusses in erhöhter Lage rund um den Hafermarkt eine Gewerbesiedlung, deren ellipsenförmiger Grundriss im Kartenbild der Stadt noch heute ablesbar ist. Während der „Soester Fehde“ wurde der nur wenig befestigte Ort 1447 von böhmischen Söldnern zerstört. Mit dem Wiederaufbau entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auch ein Mauerring mit drei Wehrtürmen und vier Toren. 1488 erhielt der so vergrößerte Ort durch den lippischen Landesherrn Bernhard VII. die Stadtrechte. Da Salzuflen das Salzmonopol in Lippe besaß und der Handel mit dem „weißen Gold“ auch über die Landesgrenzen hinaus florierte, gelangte der Ort zu bemerkenswertem Reichtum. Vom Wohlstand der Salzufler Bürgerschaft im 16. und frühen 17. Jahrhundert zeugen noch heute die vielen im Stil der Renaissance errichteten Bauten in der Innenstadt. Imposant ist auch das historische Gradierwerk.. Durch die Gradierung konnte der Salzgehalt der zu verarbeitenden Sole von sechs auf circa 20 Prozent erhöht werden. Da alle Gewinne aus dem Handel mit dem Salz nun aber an den Landesherrn fielen, konnte Salzuflen von der Saline nicht mehr profitieren; der Ort blieb bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine kleine, unbedeutende Landstadt. Erst als Medizinalrat Dr. Heinrich Hasse 1817 die Einrichtung einer Badeanstalt beantragte, begann allmählich der Aufschwung als Badeort. Bereits im folgenden Jahr wurde der Badebetrieb aufgenommen. Der Namenszusatz „Bad“ durfte jedoch erst ab 1914 geführt werden. Vier Jahre später wurde aus dem „Fürstlich-Lippischen Sol-Thermalbad“ das lippisches „Staatsbad Salzuflen“.

Programm: Vor dem Besuch des Weihnachtsmarktes erkunden wir die historische Salzstadt.

Nach der Stadtführung und einem gemeinsamen Mittagessen bleibt noch viel Zeit, um den besonderen Charme der historischen Gassen zu erleben.

Abfahrt am 9.12. ab Marktplatz Salzkotten: 10 Uhr

Kosten: 20 Euro pro Person; Kinder fahren kostenfrei mit.

Anmeldung bei Willi Vorwerk:05258-6149

Salzmuseum öffnet am 3. Dezember ab 14 Uhr seine Pforten

Wie kommt das Salz in den Streuer? Was machen Leckerknechte in Salzkotten, warum mussten Kinder bei der Salzgewinnung mitarbeiten und wie wurde Salz verwendet, um in einer Zeit ohne Gefrierfach und Kühltruhe Lebensmittel haltbar zu machen?  Das alles erfährt man im Salzmuseum in Salzkotten, das am Sonntag (3.12.) von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet ist. Das Salzmuseum befindet sich in der Nachbarschaft der St. Johanneskirche in Salzkotten in der alten Mädchenschule (Klingelstraße 6). Eintritt frei;

Infos unter www.salzmuseum-salzkotten.de

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