Salzmuseum öffnet seine Türen – Salzkottener Heimatfreunde machen mit bei Martini

Fabritius

Kaminabend, offenes Salzmuseum und Stadtführung zur jüdischen Geschichte

Zum Martinimarkt in Salzkotten öffnet das Salzkottener Heimathaus am 7. November erneut seine Türen. Am Freitagabend, den 5. November,  findet um 20.00 Uhr der traditionelle Kaminabend statt. Sonntag ist das Salzmuseum dann für kleine und große Besucher von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Mit Blick auf den 9. November bietet der Heimatverein einen neuen Stadtrundgang an: In Folge der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es auch in Salzkotten zu Gewaltakten: Die Synagoge wurde verbrannt und jüdische Mitbürger von den Nationalsozialisten bedroht. Stadtführer Reinhard Kamp bietet am Martinisonntag eine öffentliche Stadtführung mit dem Titel „Auf Spurensuche jüdischen Lebens“ an. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr am Heimathaus in der Klingelstraße 6. Wer mitgeht, der wird erfahren, dass Salzkotten einst eine lebendige jüdischen Gemeinde hatte.

Über das weiße Gold in Salzkotten: Salzkotten – schon der Name der Stadt am Hellweg macht bis heute deutlich, was für die Menschen hier lange Zeit am wichtigsten war: das Salz und seine Gewinnung. Die Nutzung der Salzquellen in Salzkotten wird bereits in einer Urkunde aus dem Jahr 1160 erwähnt. Lieferant für das “weiße Gold” in Salzkotten ist die “Unitas-Quelle”, die auf dem heutigen Marktplatz entspringt. Im Jahr 1247 erhielt die Sälzersiedlung Salzkotten das Stadtrecht. Diese schriftliche Niederlegung städtischer Privilegien und Rechte ermöglichte den schnellen Aufstieg der Salzstadt im Hochstift Paderborn. Ohne ihr Salz und ihre Saline hätte die Geschichte der Stadt sicher einen anderen Verlauf genommen. Jahrhundertelang war Salz Quelle für Macht, Reichtum und bürgerliches Selbstbewusstsein.

Was gibt es im Salzmuseum zu sehen?

Wie kommt das Salz in den Streuer? Was machen Leckerknechte in Salzkotten, warum mussten Kinder bei der Salzgewinnung mitarbeiten und wie wurde Salz verwendet, um in einer Zeit ohne Gefrierfach und Kühltruhe Lebensmittel haltbar zu machen?  Das alles erfährt man im Salzmuseum in Salzkotten, das an jedem ersten Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet ist. Das Salzmuseum befindet sich in der Nachbarschaft der St. Johanneskirche in Salzkotten in der alten Mädchenschule (Klingelstraße 6). Eintritt frei;

Übrigens kann man in den Museumsräumen der alten Salzkottener Mädchenschule nicht nur etwas über die Salzgeschichte erfahren, sondern auch weiterhin im historischen Ambiente standesamtlich heiraten.

Tags »

Keine weiteren Kommentare möglich.